Vergleichsübersicht von SEF Alternativen
Folien auf Anhängern & niederenergetischen Untergründen – worauf es wirklich ankommt
Warum haften Folien auf Kunststoff, Anhängern & rauen Oberflächen so schlecht? So wählst du die richtige HiTack-Folie und verklebst sie dauerhaft.
Kurz vorweg: Bei strukturierten und niederenergetischen Untergründen (z. B. Anhänger, Kunststoffplanen, raue Oberflächen) nimm idealerweise die gegossene Avery Dennison MPI 1106 HiTack – nicht die polymere MPI 2006. Die gegossene Folie legt sich viel besser in die Unebenheiten ein. Die polymere MPI 2006 liegt dagegen – übertrieben gesagt – wie ein Brett über den Vertiefungen. Läuft dann Wasser in nicht vollständig verklebte Bereiche, zieht es sich durch die Vertiefungen und die Folie beginnt sich zu lösen.
Was bedeutet „niederenergetischer Untergrund"?
Eine Verklebung auf sog. niederenergetischen Untergründen ist immer eine heikle Angelegenheit und sollte gründlich geprüft werden. Damit Folien-Haftklebstoffe dauerhaft auf einem Untergrund haften, müssen sie erst einmal vollflächig auf dem Untergrund „benetzen". Benetzen bedeutet, dass Klebstoffe vollflächig zum Untergrund Kontakt aufbauen und im molekularen Bereich möglichst nahe an die Oberfläche herankommen. Ohne Benetzung keine Haftung!
Niederenergetische Untergründe (LSE-Kunststoffe = Low Surface Energy) sind Oberflächen, welche Klebstoffe nur ungenügend benetzen lassen und somit das Anhaften extrem erschweren. Feuchtigkeit kann zwischen Klebstoff und Untergrund dringen und lässt die Folien wieder ablösen.
Typische LSE-Kunststoffe sind Polyethylen, Polypropylen, Fluorpolymere (z. B. Teflon), Silikone, aber auch Beschichtungen wie Pulverlacke oder Anti-Graffiti-Lacke und Vergleichbares. Damit ein Klebstoff auf diesen LSE-Materialien haftet, muss seine Oberflächenspannung niedriger sein als die des Untergrundes. Reguläre Folienklebstoffe, die auf Fahrzeuglacken gut haften, haben in aller Regel eine höhere Oberflächenspannung und werden von LSE-Kunststoffen eher abgestoßen als angenommen (= keine ausreichende Benetzung). Deshalb haften sie eher ungenügend und die Folien lassen sich mit wenig Kraftaufwand abziehen.
Typische LSE-Kunststoffe sind Polyethylen, Polypropylen, Fluorpolymere (z. B. Teflon), Silikone, aber auch Beschichtungen wie Pulverlacke oder Anti-Graffiti-Lacke und Vergleichbares. Damit ein Klebstoff auf diesen LSE-Materialien haftet, muss seine Oberflächenspannung niedriger sein als die des Untergrundes. Reguläre Folienklebstoffe, die auf Fahrzeuglacken gut haften, haben in aller Regel eine höhere Oberflächenspannung und werden von LSE-Kunststoffen eher abgestoßen als angenommen (= keine ausreichende Benetzung). Deshalb haften sie eher ungenügend und die Folien lassen sich mit wenig Kraftaufwand abziehen.
Dafür speziell entwickelte HiTack-Klebstoffe (wie bspw. bei der Digitaldruckfolie Avery Dennison MPI 1106 HiTack) besitzen eine deutlich niedrigere Oberflächenspannung, damit sie gerade auf LSE-Untergründen ausreichend benetzen und somit auch gut haften.
Merke: HiTack-Klebstoff = niedrigere Oberflächenspannung = benetzt auch dort, wo normale Folien einfach abperlen.
Wenn der Untergrund zusätzlich strukturiert (rau) ist
Kommt hinzu, dass der Untergrund noch strukturiert ist, also eine raue Oberfläche besitzt, hilft nur noch eine weiche und gut verformbare Folie. Diese muss in die Vertiefungen der Struktur eingearbeitet werden, damit der Klebstoff seinen vollflächigen Kontakt zum Untergrund aufbauen kann; also gut benetzen.
Haftet die Folie und somit auch der Klebstoff nur auf den erhabenen Stellen des Untergrunds, kann wieder Feuchtigkeit in die Luftzwischenräume dringen und die Folie zum Ablösen führen.
Auch hier bietet die Digitaldruckfolie Avery Dennison MPI 1106 HiTack eine gute Verformbarkeit, so dass sie in die Vertiefungen eines rauen Untergrundes eingearbeitet werden kann. Wichtig dabei ist allerdings das Werkzeug, mit dem die Folie angerakelt wird. Mit einer halb-weichen Gummi-Rolle wird man die Folie besser einarbeiten können als mit einer regulären Verklebe-Rakel. Und das Einarbeiten geht noch besser durch die Unterstützung eines Heißluftföns; Wärme macht die Folie und den Klebstoff noch weicher, so dass sie sich einfacher in die Vertiefungen einarbeiten lässt.
Typischer Fall aus der Praxis: Plywood-Kofferanhänger
Ein Paradebeispiel für einen solchen schwierigen Untergrund sind Plywood-Kofferanhänger, also Kofferanhänger, deren Wände mit einer beschichteten, oft strukturierten (genarbten) Kunststoff- bzw. Sperrholz-Oberfläche versehen sind. Genau diese Kombination aus niederenergetischer Beschichtung und rauer, strukturierter Oberfläche macht die Verklebung so anspruchsvoll und sorgt bei vielen Anwendern für Unsicherheit.
Die gute Nachricht: Mit der richtigen Folie ist auch das kein Grund zur Sorge. Die gegossene Avery Dennison MPI 1106 HiTack ist für genau solche Fälle gemacht, sie benetzt die niederenergetische Oberfläche zuverlässig und lässt sich dank ihrer hohen Verformbarkeit in die Struktur der Plywood-Wände einarbeiten. In Kombination mit einer halb-weichen Gummi-Rolle und einem Heißluftfön gelingt so auch auf dem beschichteten Kofferanhänger eine dauerhaft haltbare Verklebung.
Folienwahl | Gegossene MPI 1106 HiTack statt polymerer MPI 2006 |
Warum | Legt sich in Unebenheiten ein, statt darüber zu „brücken" |
Klebstoff | HiTack mit niedriger Oberflächenspannung → benetzt LSE-Untergründe |
Werkzeug | Halb-weiche Gummi-Rolle statt harter Rakel |
Wärme | Heißluftfön macht Folie & Kleber weicher |
Risiko bei falscher Wahl | Feuchtigkeit dringt in Luftzwischenräume → Folie löst sich ab |